Das Ballett der Semperoper zeigt sich mit dem zweiteiligen Abend „Legenden – Hommage an Richard Strauss“ in gewohntem Glanz.
2014 Juni
Peter Gülke hat alles richtig gemacht. Drei Jahre lang war er Präsident der Sächsischen Akademie der Künste. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit erhielt er den Ernst-von-Siemens-Musikpreis. Nun konnte er sein Amt in die Hände seines bisherigen Stellvertreters Wilfried Krätzschmar übergeben.
Wo immer Kulturhasen abends grasen gehen, schaut er oft schon igelgleich aus der Furche: Florian Mayer ist Dresdens violinesker Tausendsassa. Allein zum Elbhangfest ist er am Wochenende mit drei verschiedenen Programmen zu erleben.
Marion Fiedler, Sängerin und gelegentlich »Musik in Dresden«-Autorin, spielt gleich fünfmal zum Elbhangfest-Wochenende; unter anderem mit einem Sonderkonzert zum Thema Wasser.
Verdi-Jahr ist jedes Jahr. Auch nach 2013. Nicht nur im Mutterland des Musiktheaters, wo italienische Oper wie Pasta und Panini einfach zum Leben dazugehört. Die Semperoper brachte kürzlich »Simon Boccanegra« heraus und Dresdens Partnerstadt Wroclaw zeigte »Macbeth« gar als ein Megaopernevent. Erstaunlich ist nur, wie wenig sich die beiden ungleichen Schwestern an Elbe und Oder füreinander interessieren.
Viele Zuschauer waren es nicht, die am Samstag Abend den Weg in die Dreikönigskirche fanden. Dabei war beim Unichor-Konzert »Kreise« aus der Konzertreihe »Regel|Freiheit« eine fesselnde Erstaufführung zu erleben.
»Tanzland Sachsen? Eine Kunstform und ihre Chancen«, so hieß eine Podiumsrunde auf dem ersten Tanz-Tausch-Festival in Leipzig. Unser Kritiker Boris Gruhl fasst die Eindrücke seiner Leipzig-Reise zusammen.
Der Dresdner Cellist Ulrich Thiem wird am Freitag Abend gemeinsam mit Eva Hesse, der Enkelin von Hermann Hesse, eine Lesung mit Musik veranstalten. Durch Ulrich Thiems Kontakte zur Schriftstellerin kam es zustande, daß Eva Hesse nun nach Dresden kommt.
Die Dresdner Organisatoren der C.P.E. Bach-Festlichkeiten stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Folgt das Jubiliäum des Bach-Sohnes nicht nur dem ausgiebig zelebrierten Wagnerjahr, der Jubilär muss sich das Jubeljahr auch noch mit Richard Strauss teilen. Wagner und Strauss, die natürlich sehr enge Beziehungen zu Dresden hatten, sind einschüchternde Figuren im Gegensatz zu dem unauffälligeren Komponisten, der weder etwas mit Oper am Hut hatte, noch mit Dresden direkt. Oder doch? Da gab es diesen Sohn… Höchste Zeit für eine Vorstellung also: gestatten, Johann Sebastian Bach. Der Jüngere.