Zwei Wochen konzertierten herausragende Instrumentalisten aus aller Welt gemeinsam beim 18. Moritzburg Festival – am vergangenen Wochenende ging das Festival zu Ende. In diesem Finale entlud sich die Musik noch einmal regelrecht – umjubelter Gast am Sonnabend war die französische Pianistin Lise de la Salle.
Alexander Keuk
Bei einem Konzert des Moritzburg Festivals am vergangenen Mittwochabend wurden die Gefühlswelten der romantischen Kammermusik erforscht – der Bogen wurde vom 1811 entstandenen Streichquintett A-Dur von Mendelssohn über Webr und Schumann bis hin zur 1. Violinsonate von Camille Saint-Saëns gespannt.
Dass Moritzburg mitten in Dresden liegt, wissen die Geografen zu widerlegen, aber es gibt es hinreichend historische Bezüge zwischen der Hofstadt und Jagdschloss. Und so ist es nur natürlich, wenn auch die Musik diese Grenzen ignoriert – selbstverständlich präsentierte sich das Moritzburg Festival wieder in der Frauenkirche und führte so die "auf dem Lande" einstudierte Kammermusik wieder in die Metropole.
16.08.2010: Kleine Wunder – Lange Nacht der Kammermusik mit den Akademisten des Moritzburg Festivals
Nach dreieinhalb Stunden Musik leitete die "Lange Nacht der Kammermusik", die beim Moritzburg Festival am vergangenen Donnerstagabend stattfand, fast nahtlos in die schlechterdings bewölkte Nacht der Sternschnuppen über. Für derlei Wunderwerk am Himmel ist allerdings das Festival (noch) nicht zuständig, hingegen staunte man über mannigfaltige musikalische Wunder in den zahlreichen Kammermusikformationen.
Mit einem festlichen Eröffnungskonzert in der VW-Manufaktur begann heute Vormittag das diesjährige Moritzburg Festival. Ausgestaltet wurde es vom Orchester der Moritzburg Festival Akademie: 38 junge Musiker aus 17 Nationen musizierten ein Programm mit Werken von Ludwig van Beethoven, Samuel Barber und Daniel Schnyder. Die erst 29jährige mexikanische Dirigentin Alondra de la Parra leitet die Festival-Akademie; am Rande der Proben sprach Alexander Keuk mit ihr.
Das Gastspiel der Deutsch-Polnischen Jugendphilharmonie Niederschlesien ist seit über zehn Jahren fester Bestandteil im nicht gerade konzertreichen Dresdner Sommer. Deutsche und polnische Jugendliche präsentierten dieses Mal ein klassisch-romantisches Orchesterprogramm mit Werken von Beethoven, Ljapunov und Dvořák.
Am kommenden Sonnabend gastiert das Orchester der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen unter dem Motto "Glanzvolles Sachsen" in der Dresdner Frauenkirche. Leidenschaftlich engagiert sich der Intendant der Festspiele, Dirigent Nicholas McGegan für die Barockmusik. Und sieht in Dresden großes Potenzial.
Die Dresdner Frauenkirche ist für den Windsbacher Knabenchor ein gerne angesteuertes Gastspielziel. Sensibel formte der Chor eine ideale Klanggebung für den Raum. Die Zuhörer staunten am Ende des Konzertes über eine außergewöhnliche musikalische Gesamtleistung.
Der australische Dirigent Sir Charles Mackerras ist gestern im Alter von 84 Jahren in London gestorben. 2008 gastierte der als Autorität für Musik von Mozart und Janacek bekannte Musiker zum ersten Mal in Dresden. Am 18. Juni 2011 hätte er die Sächsische Staatskapelle Dresden und den Dresdner Kammerchor bei Mozarts c-Moll-Messe in der Frauenkirche dirigieren sollen.