Bei der jüngsten Tournee der Sächsischen Staatskapelle präsentierte Christian Thielemann die erste gemeinsame CD: es ist der Mitschnitt des 2. Sinfoniekonzerts vom September 2009 mit der 8. Sinfonie c-Moll von Anton Bruckner. Die besonderen Umstände dieses Konzertes sorgen für eine hochklassige Aufnahme.
Alexander Keuk
Zwei lettische Vollblutmusikerinnern gastierten bei den Dresdner Musikfestspielen mit einem Sonaten-Abend im Palais im Großen Garten: Baiba und Lauma Skride interpretierten auf höchstem Niveau Werke von Franz Schubert, Maurice Ravel und Dmitri Schostakowitsch
Das zweite Wochenende der "Russlandia"-Musikfestspiele hatte einmal mehr orchestrale Leckerbissen zu bieten, neben dem 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms war beim erneuten Gastspiel des Russischen Nationalorchesters die 4. Sinfonie c-Moll des russischen Komponisten Sergei Tanejew (1856-1915) zu entdecken.
Wie bekommt man Freunde der Orgelmusik und Freunde der hochromantischen Sinfonik an einen Tisch? Oder anders gefragt: wie läßt sich die Frauenkirche fast bis auf den letzten Platz füllen? Richtig: man spielt die 3. Sinfonie c-Moll Opus 78, die "Orgelsinfonie" von Camille Saint-Saëns, einen imposanten Klassiker, der dennoch aufgrund seines Aufwandes selten erklingt.
Ein ganzes Füllhorn russischer Romanzen von Glinka bis Rachmaninow gossen Vater und Tochter über das Dresdner Publikum aus: Mischa und Lily Maisky begeisterten am Pfingstmontag bei den Musikfestspielen. Im zweiten Teil des Konzertes stand die d-Moll-Sonate von Dmitri Schostakowitsch auf dem Programm.
Mitten im "Russlandia"-Programm gastierte das Pittsburgh Symphony Orchestra unter Leitung seines Chefdirigenten Manfred Honeck bei den Dresdner Musikfestspielen. Der orchestrale Seitenblick "übern Teich" offenbarte ein wahres Klangfest: Mit Gustav Mahlers 1. Sinfonie stand ein Paradestück für Sinfonieorchester auf dem Programm.
Nein, gewarnt werden muss vor Neuer Musik wahrlich nicht. Sie verspricht Spannung und Abwechslung genug, und erst recht erhält man einen guten Zugang, wenn die Stücke im Konzert wiederholt und auch moderiert werden. So geschehen im letzten KlangNetz-Ensemblekonzert an der Musikhochschule.
Wer meint, bei den Orchestern im Umland von Dresden gäbe es nur gängige Klassik zu hören, wird in Freiberg gerne eines Besseren belehrt. Und bekommt neben der Entdeckung ein feines Konzerterlebnis noch dazu – so lernte das Freiberger Publikum am Himmelfahrtstag eine Sinfonie des Schweden Allan Pettersson kennen.
Im dritten Konzert der neuen Reihe "Spiegelungen" der Sinfonietta Dresden im Rahmen von "KlangNetz Dresden" widmeten sich Musiker, Komponisten und Rezitatorin diesmal dem Thema Zeit. Im Mittelpunkt stand die Sinfonie Nr. 64, "Tempora Mutantur" von Joseph Haydn, dazu zwei zeitgenössische Kompositionen.